Jüdisches Museum in Hohenems

Das Jüdische Museum Hohenems erzählt die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Hohenems und stellt zugleich Fragen nach Identität, Migration und Zusammenleben in Europa. Untergebracht in der historischen Villa Heimann-Rosenthal im ehemaligen jüdischen Viertel, verbindet das Museum regionale Geschichte mit einem offenen Blick auf gesellschaftliche Themen der Gegenwart.

Die Dauerausstellung beleuchtet das jüdische Leben in Hohenems vom 17. Jahrhundert bis zur Auflösung der Gemeinde im 20. Jahrhundert. Persönliche Lebensgeschichten, Dokumente und Objekte machen Geschichte greifbar und erzählen von kulturellem Austausch, wirtschaftlicher Entwicklung, Ausgrenzung und Vertreibung.

Ergänzt wird die Dauerausstellung durch wechselnde Sonderausstellungen, die aktuelle Fragestellungen rund um Erinnerungskultur, Diaspora, Vielfalt und Zusammenleben aufgreifen. Begleitprogramme, Gespräche und Veranstaltungen schaffen Raum für Begegnung und Reflexion.

Aktuelle Ausstellung

Die Morgenländer. Jüdische Forscher und Abenteurer auf der Suche nach dem Eigenen im Fremden

16. November 2025 bis 04. Oktober 2026

Die Ausstellung „Die Morgenländer“ widmet sich der Entstehung der Orientwissenschaften im 19. Jahrhundert und zeigt deren enge Verbindung zur Wissenschaft des Judentums, zu Emanzipation und Reformbewegungen. Für viele jüdische Gelehrte war die Beschäftigung mit dem Orient zugleich eine Suche nach den eigenen kulturellen Ursprüngen – und ein Schritt zur geistigen Selbstbestimmung in einer christlich geprägten Gesellschaft.

Dabei erscheint der Islam nicht als fremdes Gegenbild Europas, sondern als Teil einer gemeinsamen Kulturgeschichte. Die Ausstellung eröffnet neue Perspektiven und hinterfragt gängige Stereotype ebenso wie vereinfachende Schwarz-Weiß-Deutungen der Gegenwart.

zur aktuellen Ausstellung

Jüdisches Museum

Villa Heimann-Rosenthal, Aaron-Tänzer-Platz 1
Schweizer Straße 5, 6845 Hohenems
+43 5576 73989-0

office@jm-hohenems.at

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag & feiertags, 10:00 – 17:00 Uhr
Montags geschlossen

Ausstellungsdauer
16. November 2025 bis 04. Oktober 2026