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Kronenwirt Dietmar Nußbaumer über Weingenuss im Bregenzerwald

Ein Gespräch über Herkunft, bewussten Genuss und das Glück, einen großen Keller zu haben.

Dietmar, woher dein Interesse für Wein?

Ich finde, es ist einfach ein spannendes Lebens- und Genussmittel. Weil es ein Naturprodukt ist und weil Menschen dahinter stecken – mit sehr
unterschiedlichen Zugangsweisen zum Wein. Die Arbeit der Winzer ist hochkomplex und ich bewundere diesen Berufsstand sehr.

Welche Art von Weinen schätzt du?

Persönlich finde ich es schade, wenn alle Weine eines Weinguts ähnlich schmecken. Wenn die Weine je nach Jahrgang und Terroir sehr individuell sind, ist das viel interessanter und man genießt auch bewusster. Mich interessieren kleine Weingüter und biodynamsich und –organisch arbeitende Winzer.

Was war ein interessantes Wein-Erlebnis?

Das war mit dem Winzer Frank John vom Hirschhorner Hof – einem biodynamischen Weinbauer nahe Heidelberg. Ich hatte versucht dort Wein zu bestellen. Statt einer Bestellbestätigung kam eine Zimmerreservierung retour: Frank John wollte sehen ob die Krone zu seinem Wein passt – ein Hotelcheck also: Er reiste an, hat hier gegessen, dann übernachtet und dann „Ja“ zu uns als Kunde gesagt.

Wie suchst du Wein aus für die Kronen-Karte?

Wir wollen die europäische Weinlandschaft widerspiegeln mit einem starken Fokus auf Österreich. Wir probieren die Weine in der Krone vor Ort, denn nur so können wir sicher sein, dass es passt. Das Phänomen kennt man ja, dass man im Urlaub einen Wein trinkt, ihn wunderbar findet, einige Flaschen mit nach Hause nimmt und dann nicht mehr versteht, was man da so besonders gut gefunden hat. Wir probieren daher den Wein dort, wo wir ihn dann auch weiterempfehlen: in unseren Stuben und mit dem ganzen Team.

Mit unseren Weinhändler:innen haben wir langjährige Beziehungen, die kennen uns also gut und geben Tipps. Sehr aufschlußreich sind klarerweise persönliche Gespräche mit den Winzerinnen und Winzern selbst, dafür gehen wir auf Weinmessen oder besuchen sie vor Ort.

Was willst du noch loswerden zum Thema Wein?

Ich versuche, unseren Gästen ehrlich gemachte Weine näherzubringen. Da muss der eine oder andere sich vielleicht etwas „einschmecken“ aber wir stellen das bei Verkostungen immer wieder fest: ein Wein, der handwerkliche Qualitäten hat, etwa biodynamischer Anbau, Handlese, Spontanvergärung und eine lange Ausbauzeit ist einfach viel interessanter und charakterstärker als der „gemachte“ Wein, der gefällig schmeckt wie ein Fruchtsaft, aber keinen Tiefgang hat.

Weinbauer Frank John im Weinkeller

Foto: © Hirschhorner Weindomizil

Foto: © Hirschhorner Weindomizil

Welchen Wein trinkst Du am liebsten
… nachgefragt bei Dietmar Nußbaumer

… nach dem Wandern?

Gänsewein! – Nach dem Wandern da trinke ich am liebsten einen hausgemachten Sirup mit Hittisauer Wasser oder auch einfach Wasser pur.

… zur Jause?

Einen Campill von Martin Gojer aus dem Südtirol. Das ist ein Vernatsch, wie ich ihn bis dahin nicht gekannt habe, einfach und unkompliziert und doch mit der nötigen Tiefe.

… zum Apero?

Einen leichten aromatischen Wein, z. B. den gemischten Satz „Klara´s Weingarten“ von Johann Gisperg, aber auch gerne einen Manzanilla Sherry von la Gitana.

… am offenen Kamin?

Ein Glas Pinot Noir aus Österreich, Schweiz, Deutschland oder Frankreich, je nach Lust und Laune, gerne auch einen Jahrgangs-Port. Am Kamin so nach dem Essen darf es für mich gediegen sein.

… zu besonderen Momenten?

Einen der Schätze im Keller, Meursault von Coche Dury, Clos Rougeard von Foucault oder einen Hermitage von Jean-Louis Chave. Gerne auch einen besonderen Blaufränkischen, etwa „Alte Reben“ von Roland Velich, ein Salzberg von Gernot Heinrich oder einfach worauf ich gerade Lust habe, wir haben im Keller ja noch einige sehr spannende Weine liegen.

Es ist schon schön, besondere Weine auf der Weinkarte zu haben. Dabei ist wichtig, dass auch wir wissen wie diese schmecken …

Generell ist guter Wein Lebensfreude und diese kann auch ein ganz einfacher, sauberer, ehrlicher Grüner Veltliner sein.

Fazit – Weinphilosophie in der Krone Hittisau

In der Krone Hittisau wird Wein mit besonderer Aufmerksamkeit  ausgewählt, erlebt und empfohlen. Kronenwirt Dietmar Nußbaumer setzt auf kleine
Weingüter, biodynamischen und organischen Anbau, ehrliches Handwerk – und auf persönlichen Austausch mit den Winzer:innen. Weingenuss in der Krone bedeutet
Authentizität, Charakter und Qualität. 

Kronen-Weingenuss, das bedeutet besondere Aromen für den Gaumen und interessante Hintergrund-Geschichten für Herz und Hirn!

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