Umgebung ist, womit du dich umgibst.

Der Bregenzerwald und Hittisau, damit umgeben wir uns. Vielmehr umgibt er uns und gibt uns vieles. Das meiste davon ist als Gast in der Krone erlebbar: die sanfte Landschaft, die gehend erkundet werden will und zur Ruhe kommen lässt. Architektur, die interessant ist und nachhaltig. Ein Kulturschaffen für Feinsinnige, ein Sportangebot für Ausdauernde, Gelassenheit für alle.

Der Bregenzerwald

Seit einigen Jahrzehnten bemüht sich der Bregenzerwald als Talschaft, mit seiner Landwirtschaft, seinem Handwerk, seinem Sommer- und Wintertourismus, seiner Wertschöpfung und Infrastruktur auf internationales Niveau zu kommen. Wenn man den Werbestrategen und Wirtschaftsfachleuten glaubt, sind die Anstrengungen weitgehend von Erfolg gekrönt. Nun findet im Bregenzerwald vermehrt eine Rückbesinnung auf Kultur und Identität statt. Die grünen Wälder, die klaren Flüsse und die majestätischen Berge schauen gelassen zu.

Bregenzerwald Gäste Card

Die Bregenzerwald Gäste-Card ist jeweils vom 1. Mai bis 31. Oktober die „Eintrittskarte“ zu den Bergerlebnissen im Bregenzerwald. Sie gilt für beliebig viele Ausflüge mit den Bergbahnen, für umweltfreundliche Fahrten mit den öffentlichen Bussen und für erfrischend-entspannende Stunden in den Freibädern. Die Bregenzerwald Gäste-Card erhalten Sie, wenn Sie drei und mehr Nächte im Bregenzerwald wohnen. Sie ist im Übernachtungspreis inkludiert.

Umgang Bregenzerwald

Neue Blicke auf die Dörfer

Auf dem „Umgang Bregenzerwald“ durch 13 Dörfer entdeckt man die Gestaltungskraft der Menschen in dieser Region.

Da stehen sie also. Schlank, hart und rostig. Natürlich ist es Edelrost – man gönnt sich ja sonst nichts, wenn man eine Stahlsäule am Rand der Wege des „Umgang Bregenzerwald“ ist.

Und wozu stehen die Säulen da? Um Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wollen den Gästen auf den Wegen ein bisschen zusätzliche Unterhaltung bieten, vorzugsweise unaufdringlich, dafür aber mit Tiefgang – und dazu verweisen sie auf die prächtigen Schauobjekte am Weg, meistenteils Bregenzerwälder Häuser einer beeindruckenden Holzbautradition. Oder auf die neuen Architekturjuwelen, bei denen manche Besucher mit Erstaunen fragen, wer die denn hier errichtet hat.

Eigentlich sollten die Säulen solche Fragen beantworten. Aber dann wären sie keine Bregenzerwälder Säulen, die wie alle hier auf eine Frage mit einer Gegenfrage antworten. Das wird einem spätestens klar, wenn einem ein Licht aufgeht.


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Dazu muss man die Säule drücken. Nicht die ganze, nur einen kleinen Knopf an ihrer Seite. Blickt man dabei in ein kleines Glasguckloch an ihrer Spitze, geht plötzlich ein Licht an und es erscheinen eine Zeichnung sowie ein kurzer Text in Deutsch wie Englisch. Und dieser Text stellt zum Objekt vor der Säule eine Frage.

Das ist kein Problem, wenn man seinen passenden „Umgang Bregenzerwald“-Folder dabei hat. Darin liest man nämlich die Antwort auf die Frage in der Säule sowie weitere interessante Einzelheiten zum Haus oder was immer man gerade vor sich hat.

Die Säule dient als eine Art Bohrstange in die Tradition der Gestaltung in dieser Region. Was Menschen hier geschaffen haben, von der Landschaft durch die Dreistufenlandwirtschaft über die Bauernhöfe, Häuser, Möbel und Werkzeuge bis zu den Trachten und Liedern, wird an den Wegen durch die Säulen und in den Foldern durch die Texte ins rechte Licht gerückt. Durch einen Fingerdruck des Betrachters.

Die Säulen hat der Bregenzerwälder Architekt Georg Bechter entworfen. Eine eigene Arbeitsgemeinschaft wickelte im Verbund mit fördernden Mitgliedern das Projekt „Umgang Bregenzerwald“ ab. Und so können sich nun alle hier auf den Umgang machen, um vom Umgang der Menschen mit der Natur, mit Holz oder Stahl, mit Stein oder Tuch, mit Talent oder Käse, mit Fisch oder Fleisch zu erfahren. Zwölf Wege durch dreizehn Dörfer sind es bisher.

Die Gäste sollen aber auch von der sprachlichen Gestaltungskraft der Wälderinnen und Wälder erfahren. Daher gibt es auch ein eigenes Buch zum Umgang, in dem man von vielerlei Umgang liest: mit der eigenen Kindheit, der Musik, den Haustieren, der Natur, der Architektur, dem Handwerk, den Frauen, den Wirtsstuben, Gasthäusern und Hotels, den Hoffnungen, Wünschen und Träumen.

Quelle Bregenzerwald Reisemagazin 2015


 

Naturpark Nagelfluh

Einer der jüngsten Naturparke in Mitteleuropa

Der Natupark Nagelfluhkette e.V. ist ein Teil des Netzwerks, das im Allgäu und im Bregenzerwald den Prozess zur nachhaltigen Regionalentwicklung unterstützt. Dabei wird bei dieser Zusammenarbeit Kooperation über die Interessen einzelner gestellt. Damit unter diesen Bedingungen eine langfristige und zukunftsfähige Entwicklung des Naturparks gewährleitst werden kann, berät ein länderübergreifend besetzter Beirat den Naturpark bei seinen langfristigen Strategien.

Vier große Täler bilden einen reizvollen Gegensatz zur Bergwelt des Naturparks. Sie verlaufen allesamt in West-Ost-Richtung und folgen so dem Verlauf der großen Bergketten am Alpenrand. Lage,  Geologie und Klima bilden zusammen die naturräumliche Grundlage für diese vielfältige Landschaft.

Der Naturpark Nagelfluhkette e.V. beherbergt auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche eine große Anzahl unterschiedlicher Lebensräume und speziell daran angepasster Pflanzen- und Tierarten. Man spricht auch von einer hohen Biodiversität. Gemäß einer groß angelegten internationalen Studie, die im Auftrag des WWF und des Netzwerks der Alpinen Schutzgebiete durchgeführt wurde, gehört der Naturpark, gemeinsam mit dem Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen und den Lechtaler Alpen zu einem der sogenannten Hot Spots der Artenvielfalt im Alpenraum. Er eignet sich somit besonders als Schwerpunktgebiet für Schutzmaßnahmen.


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Die hohe Biodiversität im Naturpark Nagelfluhkette e.V. hat mehrere Ursachen:

  • Der große Höhenunterschied zwischen den Tälern beziehungsweise Schluchten und den Berggipfeln. Jedes Höhenstockwerk hat seine typischen, daran angepassten Arten.
  • Die geologische Vielfalt. Insbesondere das enge Nebeneinander aus kalkhaltigem und kalkfreiem Gestein fördert die Biodiversität, da es speziell angepasste kalkliebende und kalkmeidende Arten gibt.
  • Die Bewirtschaftung der Flächen durch den Menschen. Dadurch sind im Laufe der Jahrhunderte neue, artenreiche Lebensräume entstanden. Es haben sich viele sogenannte Grenzlinien herausgebildet, die Lebensräume miteinander verbinden, wie zum Beispiel die Waldränder zwischen den gerodeten Alpflächen und dem Bergwald.

Seit Anfang 2017 wird das Team des Naturpark Nagelfluhkette e.V. von Carola Bauer, Florian Heinl und Max Löther verstärkt. Die Ranger werden die meiste Zeit im Gelände verbringen. Dabei werden sie grenzübergreifend neben Besucherlenkung und Umweltbildung auch die Bereiche Tourismus, Alpwirtschaft, Forst und Naturschutz unterstützen. Ebenso werden Touren mit den Rangern angeboten.


 

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